WÖLBERN FONDS Wölbern Invest

Hintergrund

Das Emissionshaus Wölbern Invest, hervorgegangen aus dem Bankhaus Wölbern, bot seit den 90er Jahren Anlegern über Beteiligungsgesellschaften Investitionsmöglichkeiten an, überwiegend in Form von sogenannten geschlossenen Fonds. Das gesamte Volumen aller Fonds liegt bei 3,8 Milliarden Euro, wovon ungefähr 2 Milliarden Anlegergelder sind.

Im Jahre 2006 übernahm der Arzt Heinrich Maria Schulte das Bankhaus Wölbern und gründete kurz darauf die eigenständige Fondssparte Wölbern Invest. Insbesondere bei Privatanlegern warb Wölbern Invest um Geldanlagen in geschlossene Immobilienfonds zur Finanzierung größerer Gewerbeimmobilien in Europa. Die aufgelegten Immobilienfonds tragen Namen wie Deutschland 01, England 01, Frankreich 04, Österreich 04, Holland 52, Holland 54 oder Holland 56.

Fehlende Fondsgelder

Seit 2011 stand Wölbern Invest-Chef Schulte von Seiten der Anleger in der Kritik. Ein geplanter „Liquiditätspool“ sollte angeblich Fondsgelder bündeln. Anleger äußerten Befürchtungen, dies diene einer zweckwidrigen Verwendung von Anlegergeldern und warfen Schulte Intransparenz hinsichtlich der Mittelverwendung vor.

Nach angeblich monatelangen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurde Heinrich Maria Schulte im September 2013 wegen des Verdachtes der Untreue festgenommen. Im Mai 2014 eröffnete das Landgericht Hamburg den Strafprozess gegen Schulte. Der Wölbern Invest-Gründer soll, ausweislich der Anklage, zwischen August 2011 und September 2013 in 360 Fällen eine Gesamtsumme von bis zu 147 Millionen Euro aus geschlossenen Immobilienfonds von Wölbern Invest zweckentfremdet haben. Schulte sitzt in Untersuchungshaft, bestreitet aber die Vorwürfe. Alle Transaktionen seien durch seine juristischen Berater geprüft worden.

Fonds in Schwierigkeiten

Unstreitig ist, dass zumindest aus einem Teil der Fonds in erheblichen Umfang Gelder abgeflossen sind. Dies bereitet den betroffenen Fonds teilweise Probleme. Einige Fonds reichten bereits Klagen gegen den Haftpflichtversicherer des ehemaligen Geschäftsführers mehrerer Wölbern-Fonds Patrick Hemmingson ein.

Aufgrund auslaufender Mietverträge, einem Überangebot von Gewerbeimmobilien, Leerstand und Wertverfall der durch die Fonds finanzierten Objekte entwickelten sich viele Wölbern Fonds schon seit geraumer Zeit nicht wie zuvor kommuniziert. Zusätzlich fehlen nun die abgezogenen finanziellen Mittel. Es folgten Insolvenzen der Fondsgesellschaften, beispielsweise bei den Fonds Holland 54, 55 und 56. Für den Fonds Frankreich 04 droht ein ähnliches Szenario. Anlegern drohen Verluste bis hin zum Totalverlust.

Können Anleger gegen Banken oder Vermittler Schadensersatzansprüche geltend machen?

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Anleger der geschlossenen Fonds, die sich mit möglichen Verlusten nicht abfinden wollen oder die Fragen zum Insolvenzverfahren oder Sanierungsangeboten haben, können sich durch einen auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt hinsichtlich Ihrer Möglichkeiten beraten lassen. Nehmen Sie zu uns unverbindlich Kontakt auf.

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