Schadensersatz für Aktionäre der Daimler AG?

Aktionären der Daimler AG (WKN 710000) stehen nach Ansicht der Kanzlei ARES Rechtsanwälte Ansprüche auf Schadensersatz gegen die Gesellschaft zu, wenn sich der Vorwurf der unzulässigen Manipulation der Abgasemissionen bei Dieselfahrzeugen durch die Daimler AG oder der kürzlich bekannt gewordene Kartellverdacht bestätigen sollte.

Zum Fall:

Im März 2017 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Daimler AG wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit Manipulationen der Abgasemissionen bei Dieselfahrzeugen aufgenommen hatte. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen führte die Staatsanwaltschaft Stuttgart an mehreren Standorten der Daimler AG in Deutschland im Mai 2017 Durchsuchungen durch.

Ende Juli 2017 wurde zudem bekannt, dass sich die Autohersteller Daimler, BMW, Volkswagen Porsche und Audi seit möglicherweise seit den 1990er Jahren über technische Spezifikationen, unter anderem bei Abgasreinigungssystemen von Dieselmotoren abgesprochen haben. Presseberichten zufolge ist davon auszugehen, dass die Absprachen zwischen den Autoherstellern gegen geltendes Kartellrecht verstießen.

Ansprüche der Aktionäre:

Aus Sicht von ARES Rechtsanwälte kommen für die Aktionäre Schadensersatzansprüche in Betracht, wenn sich jedenfalls einer der erwähnten Vorwürfe bestätigen sollte.

Grundlage für Schadensersatzansprüche sowohl wegen des Vorwurfs der unzulässigen Abgasmanipulation als auch wegen des Kartellverdachts ist der Verstoß der Daimler AG gegen die Verpflichtung, kursrelevante Informationen mit einer sog. Ad-hoc-Mitteilung zu veröffentlichen. Für den Schadensersatz können grundsätzlich zwei verschiedene Wege beschritten werden. So kann entweder auf Rückabwicklung des Erwerbs der Aktien geklagt werden oder alternativ lediglich auf Ersatz der relevanten Kursverluste (sog. Kursdifferenzschaden).

Bei der Klage auf Rückabwicklung des Aktienkaufs ist der gesamte Erwerbspreis zu erstatten und im Gegenzug erhält die Daimler AG die erworbenen Aktien. Daher ist es erforderlich, dass der Anleger die Aktien noch im Depot hat. Zudem muss der Anleger bei einer Klage auf Rückabwicklung nachweisen, dass er die Aktien der Daimler AG nicht erworben hätte, wenn ihm die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung bekannt gewesen wäre.

Klagt der Anleger auf Ersatz des Kursdifferenzschadens, kommt es nicht darauf an, ob er die Aktien nicht erworben hätte, wenn er von dem Einsatz unzulässiger Abgasreinigungssysteme gewusst hätte. Auch ist es nicht erforderlich, dass der Anleger noch im Besitz der Aktien ist. Dass bedeutet, auch Anleger, die ihre Aktien nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen die Daimler AG verkauft haben, können auf Ersatz des Kursdifferenzschadens klagen.

Registrierung Interessengemeinschaft:

Betroffene Aktionäre können sich unverbindlich und kostenlos für die von der Kanzlei ARES Rechtsanwälte gegründete Interessengemeinschaft der Aktionäre der Daimler AG („IG Daimler“) registrieren lassen, um zukünftig Informationen zur Geltendmachung von möglichen Schadensersatzansprüchen gegenüber der Daimler AG zu erhalten. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Für Aktionäre mit einer Rechtsschutzversicherung bietet ARES Rechtsanwälte an, eine Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung zu stellen. Für alle weiteren Fragen zur Durchsetzung der möglichen Ansprüche stehen Ihnen außerdem die ARES Rechtsanwälte zur Verfügung.