Fälle

Kredite / Bausparverträge

Schon seit langem werden Bausparverträge Anlegern zur Finanzierung ihres Eigenheims empfohlen und erfreuen sich auch weiterhin wachsender Beliebtheit, wie eine gerade veröffentlichte Statistik einer großen Bausparkasse belegt, die einen Rekord von Neuabschlüssen vermeldet.

Die Laufzeit eines Bausparvertrages gliedert sich im Regelfall in eine Ansparphase von ungefähr der Hälfte der vereinbarten Bausparsumme, die der Bausparer üblicherweise in monatlichen Raten einzahlt. Ist die vereinbarte Ansparsumme erreicht, wird der noch fehlende Teil zur Finanzierung der Immobilie als Zuteilung eines Bauspardarlehens durch die Bausparkasse gewährt.

Kündigung durch die Bausparkasse

Mit der Zeit ändern sich allerdings oft auch die Bedürfnisse von Bausparern, so dass es auch nach Ablauf der Ansparphase nicht zu einer Inanspruchnahme des Bauspardarlehens kommt. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen werden gut verzinste Bausparguthaben, insbesondere aus älteren Bausparverträgen, von Anlegern jedoch gerne weitergeführt. Einige Bausparkassen reagieren darauf mit Kündigungen der Verträge. Diese Kündigungen sollten von den Anlegern allerdings nicht pauschal akzeptiert werden. In vielen Fällen hat sich gezeigt, dass die ausgesprochenen Kündigungen unberechtigt und damit unwirksam sind. Gerne beraten wir Sie für den Fall, dass auch Sie eine entsprechende Kündigung ihrer Bausparkasse erhalten haben.

Vertragsänderungen durch die Bausparkasse

An der Änderung der Bedingungen von gut verzinsten meist älteren Bausparverträgen hat die Bausparkasse naturgemäß ein Interesse. Allerdings sind solche Änderungen im Regelfall nur mit der Zustimmung des Anlegers möglich. Nur im Ausnahmefall kann eine Änderung des Vertrages auch ohne Zustimmung des Bausparers vorgenommen werden. Sollte Ihnen Ihre Bausparkasse eine Vertragsänderung zu verschlechterten Konditionen „aufdrängen“ wollen, beraten wir Sie gerne hinsichtlich Ihrer Rechte und Möglichkeiten.

Rückforderung von Kreditbearbeitungsgebühren

Nachdem der BGH in zwei Urteilen (Aktz. XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13) am 13.05.2014 Klauseln über Bearbeitungsgebühren für einen Kreditantrag als unzulässig erachtet hat, dürften auch Anleger, von denen bei Auszahlung von Bausparkrediten Bearbeitungsgebühren gefordert wurden, gute Chancen haben, diese Gebühren zurückzufordern. Nach der Auffassung des BGH in den vorgenannten Urteilen sind Klauseln, mit denen Banken die Kosten für eine Kreditbearbeitung auf den Kunden abwälzen wollen, unzulässig, da die Bank ausschließlich im eigenen Interesse tätig wird. Diese Rechtsprechung lässt sich nach unserer Auffassung auch auf die Darlehensvergabe im Rahmen von Bausparverträgen übertragen. Zur Beratung über eine mögliche Rückforderung entsprechender Gebühren stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mandatierung

Für eine erste rechtliche Einschätzung Ihres Falles nehmen Sie zu uns zunächst völlig unverbindlich telefonisch unter 069 / 77 03 94 69-0 oder per Kontakt auf.

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