Fälle

Kapitalanlagebetrug

Immer wieder werden Anleger in Deutschland Opfer von Initiatoren oder Vermittlern betrügerischer Kapitalanlagemodelle. Die Hintermänner großangelegter Betrugssysteme, oft in Form eines sogenannten „Schneeballsystems“, versprechen den Anlegern sichere und hohe Renditen. Geschulte Vermittler überzeugen den Anleger, vielfach aus eigenem Provisionsinteresse, von der angeblichen Seriosität der Kapitalanlage. Wer dann in eine solche betrügerische Anlage investiert hat, erfährt meist erst aus der Presse, dass es sich bei seiner Geldanlage um einen Betrugsfall handelt. Oftmals ist zu diesem Zeitpunkt das meiste Geld der Anleger nicht mehr vorhanden und dem Anleger droht der Totalverlust seiner Investition.

Im Regelfall ist nach dem Bekanntwerden von betrügerischen Kapitalanlagemodellen schnelles Handeln des einzelnen Anlegers gefragt. In vielen Fällen ist es möglich, dass sich einzelne Anleger, beispielsweise durch gerichtliche Verfahren, vorrangigen Zugriff auf das noch vorhandene Vermögen sichern. Wer einfach abwartet und auf eine Rückzahlung seines investierten Geldes hofft, hat in diesen Fällen meist das Nachsehen.

Wir bieten Ihnen eine umfassende Beratung und schnelle Hilfe, falls Sie eine solche betrügerische Kapitalanlage erworben haben. Nehmen Sie möglichst frühzeitig mit uns Kontakt für eine Erstberatung auf.

Wir zeigen Ihnen zunächst alle rechtlichen Möglichkeiten auf, ihr investiertes Geld zurückzuerhalten. Wenn Sie uns dann mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen, werden wir in Abstimmung mit Ihnen alle notwendigen Schritte einleiten, um die höchstmögliche Schadenskompensation in Ihrem Fall zu erreichen. Ziel bleibt immer der vollständige Schadensausgleich.

Was folgt nach der Aufdeckung eines Betrugssystems?

Im Regelfall führt die Aufdeckung eines Betrugssystems zeitnah zur Insolvenz der beteiligten Gesellschaften. Um sich hier Ansprüche zu erhalten, müssen diese meist beim Insolvenzverwalter unter Einhaltung von Fristen angemeldet werden. Es kann aber auch erforderlich sein, Forderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter durchzusetzen. Häufig fordert der Insolvenzverwalter von den Anlegern sogar die ausgezahlten Scheingewinne zurück. Auch vom Finanzamt können unter Umständen Forderungen drohen.

Schnelle Vermögenssicherung möglich

Mit Hilfe gerichtlicher Eilverfahren besteht für den Anleger unter Umständen die Möglichkeit, direkten Zugriff auf das noch vorhandene Vermögen zu erhalten. Hierbei gilt allerdings: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Konkret heißt das: Wer zuerst einen solchen gerichtlichen Titel erwirkt und vollstreckt, darf später auch zuerst auf das noch vorhandene Vermögen zugreifen. Alle nachfolgenden Gläubiger gehen dann unter Umständen leer aus. Vor dem Hintergrund, dass bei Betrugsfällen regelmäßig kein ausreichendes Vermögen mehr vorhanden ist, um die Forderungen aller Anleger zu befriedigen, ist daher ein schnelles Handeln erforderlich.

Gerne prüfen wir für Sie, ob die Einleitung eines solchen Verfahrens in Ihrem Fall sinnvoll ist und stellen die entsprechenden gerichtlichen Anträge. Wir besitzen umfangreiche Erfahrung mit solchen gerichtlichen Eilverfahren und der anschließenden Vollstreckung.

Ansprüche gegen Dritte

In der Regel reichen die finanziellen Mittel der betrügerischen Kapitalanlagegesellschaft in der Regel nicht aus, um die Ansprüche der Anleger vollständig zu befriedigen. Daher ist es oftmals sinnvoll, weitere solvente Anspruchsgegner zu identifizieren und auch bei diesen seine Ansprüche geltend zu machen. Häufig sind dies neben den Initiatoren des Betrugssystems selbst auch beteiligte Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Anlageberater oder sogar Rechtsanwälte.

In einigen Fällen der letzten Jahre haben Anleger betrügerische Kapitalanlagen auch über Banken oder Sparkassen erworben. War die fehlende Seriosität für die Banker kennbar oder unterließ sie eine entsprechende Risikoaufklärung oder Aufklärung über ihr Provisionsinteresse besteht die Möglichkeit, von der Bank einen Ersatz des entstandenen Schadens zu fordern.

Wir prüfen für Sie umfassend, ob sich ein entsprechendes Vorgehen in Ihrem Falle sinnvoll ist.

Welche Formen von Kapitalanlagebetrug gibt es?

Die Formen von Kapitalanlagebetrug sind vielfältig. Einer der häufigsten Formen ist das sogenannte „Schneeballsystem“. In einem „Schneeballsystem“ werden Anlegergelder dazu benutzt, die Ansprüche anderer Anleger zu befriedigen. Die nach außen dargestellte Rendite wird nicht erzielt, sondern es erfolgt eine Umverteilung von Geldern neuer Kunden an Bestandskunden, um nach außen den „Schein des Erfolgs“ des Unternehmens zu wahren. Gleichzeitig bedienen sich die Initiatoren solcher „Schneeballsysteme“ zusätzlich meist selbst bei den Anlagegeldern um ihren privaten luxuriösen Lebensstil zu finanzieren.

Auch die Anlageprodukte der betrügerisch handelnden Anlagegesellschaften sind vielfältig. Sie reichen von der Beteiligung an geschlossenen Fonds, über den Erwerb von Unternehmensanleihen oder Genussscheinen bis hin zu direkten Einlagen in ein Unternehmen oder dem Ankauf von Lebens- / Rentenversicherungen oder Bausparverträgen.

In anderen Fällen werden Anlegergelder durch die Gesellschafter oder Geschäftsführer oder andere Mitarbeiter veruntreut. Hier ist insbesondere eine persönliche Haftung einzelner Personen zu prüfen.

Nicht selten werden auch dubiose Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften an Anleger herangetragen, die oftmals nur auf dem Papier existieren. Hier arbeiten wir länderübergreifend mit Partnerkanzleien und Ermittlern zusammen, um z.B. die Geldflüsse zu identifizieren.

Die Vielfältigkeit der möglichen Betrugsfälle macht eine genaue Prüfung jedes einzelnen Produktes und aller zugehörigen vertraglichen Unterlagen notwendig. So kann ein Wort in der verwendeten Widerrufsbelehrung des Produktes den Unterschied zwischen Totalverlust oder vollständiger Rückzahlung bedeuten. Daher schauen wir uns immer die vollständigen Unterlagen an, bevor wir Ihnen unsere abschließende Einschätzung über das weitere Vorgehen mitteilen.

Mandatierung

Für eine erste rechtliche Einschätzung Ihres Falles nehmen Sie zu uns zunächst völlig unverbindlich telefonisch unter 069 / 77 03 94 69-0 oder per Kontakt auf.

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