Fälle

Anleihen / Genussscheine

Anleihen und Genussscheine sind Kapitalanlagen, die von Kapitalsuchenden (Emittenten) an Kapitalgeber (Anleger) gegen eine in der Regel mittlere Rendite angeboten werden. Das von den Anlegern zur Verfügung gestellte Kapital dient dem Emittenten zur Finanzierung seiner Vorhaben bzw. seines Unternehmens. Entsprechend hängt die Entwicklung der Anleihen bzw. Genussscheine vom Unternehmenserfolg ab. Dabei stehen dem Anleger grundsätzlich keine Rechte zu, auf die Unternehmensführung Einfluss zu nehmen. Zudem bestehen zumeist nur eingeschränkte Informationsrechte darüber, wie sich das Unternehmen entwickelt.

Das genaue Verhältnis zwischen Anleger und Emittent ist in den Anleihe- bzw. Genussscheinbedingungen im Einzelnen ausgestaltet. Hier finden sich Regelungen zur Laufzeit, Verzinsung, Kündigungsrechten, Rückzahlung etc.. Oft ist in den Bedingungen ein Nachrang vereinbart, so dass dem Anleger im Fall der Insolvenz bzw. Auflösung des Emittenten erst nach anderen Kapitalgebern aus dem Vermögen des Emittenten angelegtes Kapital zurück gezahlt wird.

Risikofaktoren

Anleihen und Genussscheine können erhebliche Risiken bergen. Für die Entscheidung zum Erwerb solcher Anleihen bzw. Genussscheine ist insbesondere wesentlich,

  • die Vermögens- und Liquiditätssituation des Emittenten,
  • der unternehmerische Erfolg des Emittenten,
  • das Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt,
  • das Rating des Emittenten,
  • die Handelbarkeit der Anleihen / Genussscheine,
  • die Ausgestaltung der Anleihebedingungen.

Dies sollte Gegenstand einer gewissenhaften Beratung bzw. Vermittlung vor dem Erwerb sein.

Rechtliche Maßnahmen im Schadensfall

Im Falle einer verlustreichen Investition in Anleihen bzw. Genussscheine stellt sich regelmäßig die Frage, ob eine zuvor erfolgte Beratung bzw. Vermittlung den rechtlichen Anforderungen entsprochen hat und ob deshalb gegen den Berater bzw. Vermittler Schadenersatzansprüche in Frage kommen.

Darüber hinaus kommen Ansprüche gegen den Emittenten wegen fehlerhafter Information über die wahre Lage des Emittenten in Betracht. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Emittent wegen der Verletzung kaufmännischer Sorgfaltspflichten gegenüber dem Anleger zu haften hat.

Im Fall einer erforderlichen Restrukturierung des Unternehmens in der Krise können Anleger von Anleihen bzw. Genussscheinen ggf. über eine Gläubigerversammlung Einfluss auf Entscheidungen in der Krise nehmen und so auf eine Vermeidung bzw. Reduzierung eines Verlusts des begebenen Kapitals hinwirken.

Mandatierung

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